Die Zeit…

verrinnt wie Sand in meinen Fingern…

Heute morgen dachte ich: „Huch, schon der 3. Adventsonntag?“ Und noch keinen Adventsmarkt besucht, keine Geschenke besorgt, außer einer Lichterpyramide, einem Stern, dem Adventkranz und 3 Kerzen keine Weihnachtsdekoration,… irgendwie verrennt der heurige Advent viel schneller als die anderen. Ich bekomme nichts vom Weihnachtstrubel mit. Und habe trotzdem eine innere Unruhe in mir, wie schon lange nicht mehr.
ADVENT… das sollte eigentlich heißen: Innehalten, ruhig werden, eine Kerze anzünden, Kekse backen, Adventsmarkt, Punsch trinken gehen, Sonntags eine Adventsgeschichte lesen…
Wie kommt es, dass das heuer so an mir vorbei rennt?
Vielleicht weil ich nicht zur Ruhe komme. Weil wir in einer konsumgeilen Gesellschaft leben. Wo alles schnell gehen muss. Alles übers Internet bestellen. Keine zeit für Kleinigkeiten.

Ich möchte da nicht mitmachen. Ich möchte inne halten. Möchte die Adventsstimmung bewusst wahrnehmen. Mich diesem Trubel, dem Stress, dem Konsumrausch entziehen.
Was heißt das für mich?

Das heißt, statt übers Internet die Geschenke besorgen, in die kleine Buchhandlung in der Stadt gehen. In der die Verkäuferin so lustig ist und super Buchtipps gibt und immer lacht. Das heißt, mich mit ihr unterhalten und beraten lassen. Das heißt, nicht in den Supermarkt gehen sondern zum Bauernmarkt und mich mitreißen lassen vom Freitagsvormittagtrubel. Mit der Bäuerin plaudern und Kostproben bekommen. Das heißt im Stiegenhaus nicht an den Nachbarn vorbei hetzen, sondern kurz stehen bleiben und sie fragen, wie es ihr geht. Das heißt, ein paar Kekse mehr backen, verpacken und den Nachbarn vorbeibringen und mit ihnen plaudern. Das heißt, mich an der Supermarktkassa nicht stressen lassen und die Verkäuferin anlächeln. Das heißt, den Opa besuchen und ihm zu hören. Auch wenn er nur sudert. Das heißt am Abend nicht endlos im Internet rumsurfen. Stattdessen ein Hörbuch hören. Mein Internet funktioniert seit einer Woche nicht mehr so gut. Herrlich. Stattdessen lese ich viel, höre Hörbücher oder sitze nur da..

Kleinigkeiten. Die Zeit brauchen. Zeit, die ich gerne gebe. Weil es nicht verlorene Zeit ist. Sondern geschenkte Zeit. Und die Beschenkte bin im Endeffekt ich.

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