is that… oh my gooosh it’s a tornado!

Donnerstag begann alles ganz gemütlich. Vormittags fuhr ich mit den Kindern in den Supermarkt, um Zutaten für Waffeln zu kaufen und frisches Obst. Mittags gab es Sandwiche und während die Kinder ‚quiet time“ hatten bzw Mittagsschlaf hielten, bereitete ich den Waffelteig zu, da Laura mit ihren Kindern zum Playdate kam. Es war die ganze Zeit über furchtbar schwul und die Luft zum Durschneiden dick. Gewitterstimmung irgendwie. Mittags wurde es dann richtig heiss.

Nachmittags haben wir gemeinsam Waffeln gebacken und im Garten gespielt, mit dem Wasserschlauch gespritzt, rumgelaufen (also die Kinder, wir Großen saßen auf der Treppe und haben Eiskaffee geschlürft, wie es sich gehört). Irgendwann hat es dann zugezogen und wurde bisserl frischer, aber wir haben trotzdem die Straßenmalkreiden hervorgeholt und zum Malen begonnen.

Und dann hat sich der Himmel aufgetan und es hat zum schütten begonnen. Die Kinder sofort rein, wir im Regen getanzt. Und dann kam der Hagel. Alle rein, abtrocknen, umziehen, auf die Couch vorm Fernseher. Irgendwann schau ich aus dem Fenster raus: Tennisballgroße Hagelkörner die waagrecht(!) flogen, die Baume hats hin und her geschmissen, ich sag zu Laura: „Ach du Scheiße“! und dann kamen schon die SMS:

„extreme tornado alert, take shelter now!“  

(die Kinder haben davon die ganze Zeit nichts mitbekommen, die saßen vorm Fernseher, erst als ein kurzer Stromausfall war von 2 Minuten, haben sie gemeckert, weil der Fernseher nicht funktioniert hat)

Ich hab in meinem Leben noch nie so etwas gesehen!

Der Himmel war schwarz, wir haben nicht aus dem Fenster schauen können, weil es so geschüttet und gehagelt hat!

Nach 2 Stunden (okay, es waren vielleicht 10 Minuten) hat es dann auf einmal aufgehört und aufgeklärt. Laura und ich sind hinaus und haben den Schaden betrachtet: in unserer Einfahrt hat es ein paar äste runtergeworfen, auf der gegenüberliegenden Straße hat es den Baum umgeschmissen, die Hagelkörner lagen überall herum… noch ganz adrenalingekickt haben wir mit den Kindern Fotos gemacht, haben gelacht, sind hinein… und dann schauen wir aus dem anderen Fenster hinaus… hat es einen Teil des Baumes auf Lauras Auto geworfen…

Und dann waren die Nerven weg. Hostdad anrufen, Polizei anrufen, Nerven wegschmeißen, versuchen 5 kreischende Kinder zu beruhigen (ich war  noch nie so froh, über die Erfindung von Barbiefilmen und Mikrowelle.. ein Improvisiationsessen in 3 Minuten gekocht, herrlich)… Irgendwann kam dann auch die Polizei, und die Stadtverwaltung hat dann den Baum abgesägt (bzw den Ast) und das Auto hat nicht einen Kratzer abbekommen!

Die ganze Zeit über war ich recht gechillt, erst als alles dann vorbei war… ich wollt nur noch Heulen. Vorallem als ich dann erfuhr, als es echt ein Tornado war (aber ein relative Schwacher, es gab weder tote noch Schwerverletzte, soweit ich mitbekommen habe), dessen Zentrum ca 10 Minuten von unserem Haus entfernt war. Schluck.

Nach der Aufregung hab ich dann das Lasertagspiel, das ich mir eigentlich ausgemacht hab, abgesagt, hab mich in Kuschellegin vorm Fernseher geknallt und wollt nur Heulen.

Am nächsten Tag bin ich dann unterwegs gewesen, bis auf ein paar äste und Blätter auf der Straße sah man nichts mehr. Und das Leben geht weiter. Und der Alltag.


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Ein Kommentar zu “is that… oh my gooosh it’s a tornado!

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