talk dirty to me! NOT.

Am Wochenend habe ich mit meinen Eltern telefoniert und ein Kommentar meiner Mama machte mich nachdenklich… ich zitiere: „Wir sollten mit Kindern genauso reden, wie mit Erwachsenen… würdest du es wollen, wenn dich jemand anfährt und ’shhhh‘ sagt und dir die Hand vorm Mund hält?“

Ja würde ich das?

„mit dem gleichen Respekt…“ daraufhin habe ich die folgenden Tage mal meine Umgebung beobachtet, wie wir, besonders ich, mit Kindern redet… und ich war schockiert. Wie respektlos (ja, ich finde es respektlos, wie wir manchmal mit Kindern reden!!!) und entmutigend wir mit den Kindern reden. ‚Was hast du schon WIEDER gemacht? Hörst du NIE zu? Kannst du EINMAL…‘ Es macht mich traurig.

Ich habe einmal in einem Geschäft gearbeitet, wo meine Chefin mir beinahe jeden Tag gesagt hat, ob ich bitte einmal etwas richtig machen kann, ob ich zu blöd bin, das richtig zu machen etc… Ich finde, das kann man schon als Mobbing bezeichnen… und ich habe immer noch Komplexe und Selbstzweifel. Diese Worte haben sich eingebrannt.

Und jezt rede ich so mit den Kindern.

Ist uns nicht bewusst, dass wir mit unseren Worten den Grundstein für ihre Zukunft legen? Worte sind so mächtig, sie können aufbauen, emutigen, Freude machen… und zerstören.

Ich möchte ermutigen. Ich möchte auferbauen. Ich möchte Respekt zeigen. Wie sollen Kinder den richtigen Umgang mit Worten lernen, wenn ich kein gutes Beispiel bin? Sie sollen das Gefühl bekommen, dass sie es WERT sind, sie mit Respekt zu behandeln, dass ich sie aussprechen lasse, ihnen zuhöre, die richtige Wortwahl verwende.

Sie sind unsere Zukunft und ich möchte, dass sie selbstbewusst werden, wissen, dass sie wertvoll und besonders sind, dass sie geliebt sind.

Negatives merkt man sich leider leichter, besonders als junges Mädchen bleibt das Kommentar ‚Deine Schwester kann das besser‘ eher hängen, als das Kommentar ‚gut gemacht‘

Darum möchte ich auf meine Worte achten, auf meinen Ton, darauf, wie ich den Kindern begegne.

„Denn wir verfehlen uns alle mannigfaltig.Wer sich aber im wort nicht verfehlt, der ist ein vollkommener Mensch und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten. (…)  so ist auch die Zunge ein kleines Glied und richtet große Dinge an“ (Jakobus 3:2+5a)

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