der kleine Unterschied

Seit einer Woche hole ich die Kinder zu Fuß von der Schule ab. Das Wetter ist perfekt dafür, sonnig und warm, aber nicht zu heiß. Ich will jede Minute nutzen, die wir noch draußen sein können, bevor der Winter kommt. (Kommentar von der Kleinen: aber dann ist ja Winter und wir können Schneeengel machen, also ich freu mich!) Es sind zwar nur 6 Minuten Fußweg, aber mit Kindern brauchen wir gut 20 Minuten. Wenn wir direkt heimgehen. Was wir aber selten tun. Wir bleiben am Spielplatz stehen und die Kinder toben mit ihren Klassenkameraden herum, die ebenfalls das schöne Wetter nutzen. Wir bleiben am Feld stehen und springen in die Lacken, toben herum, spielen Fangen und beobachten Wolken und sammeln Blätter und Äste für unsere Bastelprojekte.

Dienstag Vormittag gehe ich in den Mütterkreis, ja, ich ‚mogle‘ mich unter.  Ok, es ist nicht der Mütterkreis, aber es sind hauptsächlich Mütter dort. Wir hören eine Predigt an, lesen gemeinsam die Bibel und haben eine Gebetsrunde, nachher gehe ich mit meiner Freundin Mittagessen (also eigentlich sitzen wir vor der Kirche und essen unser mitgebrachtes Essen während die Kinder rumtoben und eine Mordsgaudi haben)

Ich versuche Leute anzusprechen, nach dem Gottesdienst, auch Leute, mit denen ich nicht so viel zu tun habe. Uff, das braucht Überwindung!

Ich backe mit den Kindern. Heute gab es Vollkornkürbispalatschinken mit frisch gemachten Apfelmus. Ohne Zucker, nur etwas Honig. Und. Den. Kindern. Hats. Geschmeckt. Strike!!!!!!

Wir sammeln Eicheln, Blätter , Rindenstücke, befüllen Gläser damit und binden bunte Bänder rum.

Ich versuche, geduldiger zu sein. Mit den Kindern (vorallem!!), mit meinen Mitmenschen, aber auch mit mir.  Ich versuche privat-time einzuführen, nur die Große und ich, nur die Kleine und ich, nur das Baby und ich, Zeiten, in denen die Geschwister selbstständig spielen und ich nur ein Kind bespaße, das Lieblingsbuch lesen, das Lieblingsspiel spiele oder einfach nur zuhöre. (danke Mama für den Tipp!)

Ich möchte einen Essensplan einführen, jedes Kind darf sich ein Lieblingsessen aussuchen, wir gehen gemeinsam dafür einkaufen und kochen dann gemeinsam.

Für mich sind das kleine Umstellungen, die aber große Auswirkungen auf mich und mein Umfeld haben. Die Kinder werden beim Gehen ausgelüftet, werden Energie los, bewegen sich, wir alle kommen an die frische Luft.  In der Mütterrunde habe ich etwas Pause vom Alltag, werde im Glauben gestärkt. Die Kinder lieben backen und lernen es wert zu schätzen. Außerdem ist es ein gutes Gefühl und es stärkt ihr Selbstbewusstsein, wenn wir sagen können „das hast du gebacken, es schmeckt köstlich“. Die Kinder erfahren Wertschätzung. Und das ist das Wichtigste, ich möchte ihnen vermitteln, dass sie wertvoll sind und ich gerne in Zeit mit ihnen investiere.

Klein, aber fein, der kleine Unterschied.

 

 

 

 

Advertisements

2 Kommentare zu “der kleine Unterschied

    • Liebe Veronika! du weißt ja gar nicht, wie sehr mich deiine Worte berühren! Danke! ich les dich auch so gerne, du bist eine tolle Inspiration! liebste grüße aus de states

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s