detoxen, Aber echt jetzt!

Seit Montag detoxe ich. Vor einigen Jahren habe ich schon mal für 8 Wochen auf Milchprodukte, Wurst, Zucker und Kaffee verzichtet. An Gewicht habe ich zwar nicht verloren, weil ich extremst viel Brot und süßes Obst in der Zeit gegessen habe, aber es ging mir deutlich besser. Die erste Woche war hart, weil sich mein Körper erst daran gewöhnen musste, aber nach einiger Zeit hat er sich eingependelt, ich war bei Weitem nicht mehr so müde, weniger gestresst und nach Ende der 8 Wochen habe ich beschlossen, ganz auf Fleisch zu verzichten. Ich esse zwar Fisch und auch ab und an Fleisch, aber nur wenn ich weiß, woher es kommt.

Danach habe ich immer wieder versucht, zu entgiften, aber nie die nötige Willenskraft aufgebracht. Vielleicht, weil ich mir zu hohe Ziele gesetzt habe, zu viel auf einmal vorgenommen habe. Entweder ganz oder gar nicht, war meine Devise, anstatt Kleinigkeiten zu ändern, gleich mein komplettes Leben umzurempeln.

Seit ich in den USA bin, versuche ich, besonders auf meine Ernährung zu achten. Das habe ich zwar schon immer, aber seit ich hier bin, versuche ich es besonders. Ich weiß einfach, dass ich regelmäßig Sport machen muss und aufpassen muss, was ich esse, weil ich nun mal dazu neige, wie ein Germknöderl aufzugehen, wenn ich es nicht tue.

Das hat auch bis jetzt gut geklappt, aber seit Ende des Sommers wurde ich extremst nachlässig, ich habe auch zugenommen, da ich aber am Anfang so viel abgenommen habe, wiege ich zwar noch weniger, als vor meiner USA zeit, aber ich merke den Unterschied. Ich fühl mich aufgeschwemmt, esse viel zu viel Zucker, trinke Unmengen an Starbuckscoffee, esse Chips und grilled cheese sandwich und kaum Obst und Gemüse.

Und bin Dauermüde.

Darum haben eine Freundin und ich jetzt beschlossen, auf die Notbremse zu steigen, und zu entgiften, oder um es trendiger auszudrücken: zu detoxen.

Ich mache das in erster Linie, um mich wieder wohler zu fühlen, das aufgeschwemmte Gefühl los zu werden, meiner Haut zu Liebe und um wieder bewusster zu essen.

Ich esse keinen Zucker, kein Weißmehl, keine Milchprodukte, keine fettigen Speisen und trinke keinen Kaffee. Das sind meine persönlichen Dickmacher. Und da ich sowieso Laktoseintolerant bin und mich aufgedunsen und aufgebläht fühle, wenn ich Milchprodukte esse, sollte ich die sowieso vermeiden.

Die ersten Tage waren schlimm. Ich war hungrig, müde, hatte furchtbares Kopfweh und war generell schlecht gelaunt. Ich wollte einfach nur Nachos mit Käsesoße, Schokoladenkuchen und grilled cheese sandwich essen. und dazu einen fetten Caramel Latte Macchiato trinken. Ab dem vierten Tag wurde es besser, das Kopfweh ist verschwunden und auch der Heißhunger auf Zucker.

Was bleibt also übrig, wenn man Milch, Weißmehl und Zucker weglässt?

Viel!

Zum Frühstück esse ich Haferflockenbrei mit geriebenen Apfel und Zimt. Mittags gibt es Lachs mit Ofengemüse, abends esse ich Tomatencremesuppe. Als Snack trinke ich einen Beerenbananenreismilchshake oder esse eine Banane.

Kürbispalatschinken mit Vollkornmehl, Kartoffelpuffer mit selbstgemachten Apfelmus ohne Zucker, Quinoasalat mit Gemüse, Eierspeis mit Champignon und Paprika auf Vollkornbrot. Chaitee mit Mandelmilch… es gibt so viele Alternativen! Man muss sich nur umsehen!

Außerdem versuche ich viel spazieren zu gehen und regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen. Einmal am Tag tausche ich mich mit meiner Freundin aus, wie es uns geht mit dem detoxen, wir geben uns Tipps, was wir noch essen können, ich lasse mich von Rezepten inspirieren, suche nach Alternativen. Tausche Zucker gegen Honig aus (in die Kürbispalatschinken habe ich einen Löffel reingegeben, sonst wäre es zu pappig gewesen), trinke jeden Tag ein Glas Wasser mit Zitrone und esse Gemüse als Snack.

Auch die Kinder profitieren davon;-)

So, ich schlürfe jetzt meinen Tee weiter und träume von schokoladigen Versuchungen 😉

 

Hier meine Detoxlieblinge:

  • Beerenmilkshake mit Reis-/Kokos-/Mandelmilch
  • Kartoffelpuffer mit Apfelmus
  • Quinosalat mit Gurke, Champignon, Paprika
  • Haferflocken mit geriebenen Apfel, zimt, Kardamom und Muskatnuss
  • Lachs mit Ofengemüse
  • Vollkornpita mit Eierspeis, Rucculoa, Gurke und Salsa
  • Nachos mit blackbeans, Avocado, Salat und Salsa
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Ein Kommentar zu “detoxen, Aber echt jetzt!

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