Snowday, die Zweite

(Heute vor einem Jahr war mein erster Aupairarbeitstag und da hatten wir auch einen Snowday, just fyi)

Sonntag war Frühling. Es war warm, sonnig und es hat so nach Frühling gerochen. Kennt ihr diesen besonderen Geruch? Ich kann ihn nicht genau beschreiben, aber an solchen Tagen riecht es ganz anders. Aufbruch liegt in der Luft!  Ich war ewig im Park spazieren,  war Kaffee trinken, und bin beinahe explodiert vor Frühling. Abends hat es dann etwas abgekühlt und ganz eindeutig nach Schnee gerochen. Ich finde, die Luft riecht ganz anders, bevor es schneit!

Gestern hat es dann den ganzen Tag geregnet und war kühler und in der Nacht hat es zum schneien begonnen. Erst nur vereinzelte Flocken. Aber dann ganz viel. Und heute war alles von einer Zuckergussschicht überzogen. Ich liebe Schnee. Wirklich. Ich liebe ihn. Ich liebe es, dick eingemummelt spazieren zu gehen. Ich liebe rodeln und Schneeengeln und Flocken und überhaupt. Ich war also ganz euphorisch und flippig… bis ich mich daran erinnert habe, was Schnee hier in Virginia heißt… alle Schulen sind gesperrt. Die Straßen werden nicht geräumt. Die Indoorspielplätze sind, wenn nicht geschlossen, mega überrannt. Die Kinder haben keine gute Winterausrüstung, also kann ich nicht raus mit ihnen. Yay, Not.

Außerdem ist die Mittlere krank. Also Bibelrunde, Dienstagskaffee und Playdate abgesagt und ab aufs Sofa eingekuschelt.

Zum Essen gab es, hochmotviert wie ich war und inspiriert durch Miss Nussbaumos, selbstgemachte Mohnnudeln und weil wir so viele Äpfel hatten, habe ich gleich auch noch ein Apfelmus selber gemacht. Best Aupair, ever? Uhm Yeah Hi!!… ja, das Ergebnis war ein Gatsch, die Kinder haben tapfer einen Bissen runtergewürgt und dann nach Peanutbutter-Jelly-Sandwich verlangt. Naja, heut is mir alles egal.

Und nein, es ist nicht alles Friede Freude Eierkuchen, im Gegenteil, ich bin heut mega genervt vom Schnee, vom Wintersystem hier, von schlecht gelaunten Kindern, von überhaupt allem. Es wird gemotzt, gebockt, geraunzt, geheult, gestritten… Ich kann das Gejamme nicht mehr hören, das ewige ‚ISA  heeeelp meeee…‘

Ich veschließ heut meine Ohren. So. Haben wir das mal hingepfeffert.

Ich würg jetzt den Rest vom Mohngatsch runter und schau dann eine Dokumentation an, während ich die Kinder zur Mittagsruhe verdonnere.

 

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2 Kommentare zu “Snowday, die Zweite

  1. Hallo! Gerade habe ich Deinen blog gefunden und mich mit Freude ein-gelesen! Ich kann mich in vielem, was Du schreibst, super gut wiederfinden (wir leben voruebergehend in Kanada- die US-amerikanische Kultur scheint in manchen Dingen sehr aehnlich zu sein!). Ich finde Dein Aupair- Abenteuer sehr sehr mutig und aufregend. Falls Du selbst vorhast, einmal Familie zu gruenden, hast Du Dir mit Deinem Einsatz die allerbesten Voraussetzungen geschaffen! Find ich ganz toll, und ich kann mir gut vorstellen, dass Deine Gastfamilie sehr dankbar dafuer ist.
    Weiterhin viele „blessings“, Barbara

    • Vielen lieben Dank für dieses ermutigende Kompliment! Dir auch noch viele blessings und eine gute Zeit in Kanada! (das steht auch ganz hoch oben auf meiner Wunschreiseliste!)

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