raus aus den Regen, ins Leben, in den Süden, der Sonne entgegen

Mr. Bambus und ich hatten die Nase voll von Regen, Eis, Schnee und Wintermäntel. Darum sind wir gemeinsam mit ein paar Freunden in den Süden, genauer gesagt nach Florida gefahren. Die Eltern von unserem Freund haben ein kleines Häuschen, wo wir für ein paar Tage wohnen konnten.

Donnerstag Früh ging es los, mit Zwischenlandung in Atlanta, Georgia. Und obwohl der Flug extrem holprig war, habe ich gut durchgehalten! die Vorfreude war einfach zu groß! Als wir endlich in Florida ankamen, konnte ich es kaum fassen: es war so warm! Und Palmenbäume! Und Sonne! Und überhaupt! Vom Flughafen sind wir direkt zum Strand- und Leute! Ich war im Meer schwimmen! Ich LIEBE Meer! Erst war ich mega angespannt, wegen der Reise und hungrig und überhaupt, aber kaum stand ich mit den Füßen im Wasser, war alles weg… ich konnte aufatmen!

Ich sah der Reise erst etwas skeptisch entgegen, weil ich nur Mr. Bambus kannte und 2 von seinen Freunden vom Sehen und das dritte Paar gar nicht, und was, wenn ich mich nicht mit ihnen verstehe und sie mich nicht mögen und außerdem und überhaupt und was wenn… all diese Kopfkinogedanken waren wie weggeblasen, als ich da im Wasser stand, die Wellen meine vom Winter total bleichen Beine umspülten und ich meine Nase in den Wind und Sonne hielt.

Vor uns lagen 4 wunderbare Urlaubstage. Die Kontaktlinsen verschwanden samt Make Up irgendwo ganz unten im Koffer, genauso wie der Schmuck und die Uhr. Wen kümmert schon Make up und Haare, wenn wir eh den ganzen Tag am Strand liegen?

Wir lagen den ganzen Tag faul herum, wenn es uns freute, sind wir am Strand spazieren gegangen und haben Muscheln gesammelt, waren schwimmen, ab und an sind wir zu einer Bar gerollt, um eine Piña Colada zu trinken, mittags gab es frische Ananas und Erdbeeren, Abends haben wir gekocht und eisgekühlten Wein getrunken und ganz viele Spiele gespielt. Morgens sind Mr. Bambus und ich spazieren gegangen, während noch alle geschlafen haben und die Luft noch ganz frisch vom Regen war. Wenn wir Lust hatten, haben wir mit den anderen Karten gespielt, wenn ich Zeit für mich gebraucht habe, habe ich mich aufs Sofa vekrümelt und gelesen (meine Oma hat mir ein paar schwedische Krimis geschickt, die ich buchstäblich verschlungen habe, so spannend waren die!)

Ab dem 2. Tag um die Mittagszeit waren alle angekommen- also mit dem Kopf, wir waren super entspannt und relaxt, haben geblödelt, meine neu gewonnenen Freunde haben versucht, Deutsch zu lernen, es wurde Gitarre gespielt, Fahrrad gefahren, die Mahlzeiten waren immer mega laut und lustig, wir haben durcheinander geredet und die Luft war angefüllt von Erwartungen… Frühlingserwartungen, neuer Motivation, vom Duft nach Blumen.

Ja, wir haben auftanken können. Und ich habe wieder festgestellt, wie gerne ich hier bin, wie gerne ich neue Leute kennen lerne und dass es bei manchen Leuten sofort funkt und es ist, als würde man sich schon ewig kennen.

Sonntags haben wir uns ganz wehmütig verabschiedet und sind heimgeflogen. (Zum Glück hat hier am Wochenende der Frühling begonnen, darum war es kein ganz so großer Temperaturschock)

Am Montag habe ich dann meine Koffer ausgepackt, die Badetasche entsandet (Wie viel Sand da reinkommt!), ein paar der gefundenen Muscheln in mein Glas gelegt und meinen Badeanzug gewaschen. Ach, könnte man doch solche Tage in Gläsern einfangen und ihren Duft festhalten!

image

image image image image image

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s