Was hier so abgeht im Moment…

… und warum der Blog (das Blog?) so am Dümpeln ist…

Im Moment freut es mich wenig kreatives, (un-) sinniges, (un-) interessantes und/oder (un-) wichtiges in die unendlichen Weiten des Internets hinaus zu katapulieren. Vielleicht passiert auch einfach zu wenig mitteilungswürdiges, oder ich habe einfach keine Lust zum 749. Mal meinen Alltag auf zu schreiben. Hier geschieht nämlich im Moment immer das Gleiche: ich stehe auf, putze meine Zähne, ziehe mich an, ab und an rasier ich mir die Beine, ich esse (im Moment viel zu viel und vor allem viel zu ungesund), ich spiele mit den Kindern, ich lese, ich hole die Kinder von der Schule ab, ich schmiere Butterbrote, ich wische Münder ab, ich wasche meine Wäsche, ich gehe ins Fitnessstudio, ich treffe mich mit einer Freundin, ich gehe in den Gottesdienst, ich tanke, ich kaufe Milch und Orangen ein, ich gehe zum Postamt um Briefmarken zu kaufen, ich führe sinnlose Diskussionen über das Ampelsystem… wenig spannend!

Und gleichzeitig passiert so viel! Die ersten Blumen kommen zum Vorschein, vorige Woche haben wir die Knospen von Tulpen entdeckt! Die Kinder haben einen Freudentanz aufgeführt. Ich habe mich für einen Collegekurs angemeldet, um die nötigen Unicredits zu bekommen, die für mein Visum erforderlich sind, und nun muss ich meine Hausübung schreiben, kann aber nicht auf meinen Account zugreifen, weil ich mein Passwort vergessen habe. Das Baby spricht wahnsinnig viel und wird jeden Tag selbstständiger. Die Hochzeitvorbereitungen (meiner Freundin, nicht von mir) laufen und es sind nur noch 4(!!!) Wochen bis sie JA sagen… und ich muss noch mein Kleid zum Schneider bringen (und Haare schneiden! Aber das erst nach der Fastenzeit!) Der Frühling steht vor der Türe, endlich, wir laufen schon mit kurzen Hosen herum und schnuppern Sonne. (am Montag soll es wieder schneien. urgh. notafan!!!)

Ich beginne zu entrümpeln, mal wieder. Frühling bedeutet für mich Neuanfang. Wie nach einem langen Winterschlaf beginne ich mich wieder zu recken und zu strecken, habe neue Motivation und Energie gefunden. Ich fange beim Kleiderkasten an und entsorge schonungslos: was habe ich WIRKLICH angezogen, was liegt seit Monaten nur rum? Alles was noch neu und ungebraucht ist, versuche ich im 2nd Hand Laden zu verkaufen, ansonsten wird es gespendet und/oder an Freunde weiter gereicht. Meine roten Hammer Hacken Schuhe? Seit einem Jahr in meinem Besitz und nie angezogen, weil zu groß? Werden weggegeben. Der Bunte Schal, der zwar süß ist, aber zu absolut nichts tragbar ist? Wird weggegeben. Die Weste? Weggegeben. Der 27. Nagellack im selben Rot? Meine Freundin freut sich drüber. Genauso wird meine Bastellade entrümpelt. Alle Papierschnitzerl, die eh nicht wieder verwendbar sind werden gnadenlos dem Mistkübel Preis gegeben. Als nächstes steht mein Fotoordner am PC an. 831 Fotos von ein und dem selben Motiv? Nicht notwendig. Gleichzeitig sortier ich auch Fotos aus, die ich entwicklen lasse und in mein Scrapbook klebe, in das ich auch Eintrittskarten, Kunstwerke der Kinder, etc hineinklebe.

 Ja, es passiert vielleicht nicht viel Spannendes, Erzählwertes, aber das ist vielleicht auch gut. Es bedeutet für mich, das ich angekommen bin, hier meinen Alltag habe. Ja, manchmal wünschte ich mir, es würde immer super spannend bleiben, aber hey, irgendwie ist es das auch.

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