Weihnachtsferien… so gehts auch.

Seit Freitag Nachmittag sind wir in den Weihnachtsferien.

Nachdem ich Samstag den ganzen Tag in Alexandria war (Post kommt, vielleicht, vielleicht auch nicht^^) und gestern einen ur gemütlichen Sonntag hatte (Gottesdienst, Mittag essen mit einem guten Freund, langem Mittagschlaf, Girlsnight mit Wein, Käse, Glögg und alten Weihnachts-Klassikern) wurde ich heute in die Realität zurück geholt. Als Kind waren Weihnachtsferien für mich so: ausschlafen, frühstücken, Fernschauen, spielen im Schnee, Maroni, basteln, Kekse backen, lesen… Heute sieht es so aus: Kind 1 wird am Sonntag krank. Kind 2 beginnt um 11:30 aufd Nacht zum speiben. Also der Gastmama helfen beim sauber machen (Gastpapa ist auf Geschäftsreise), Kind heult und heult und heult und fiebert. Als das ganze Bett und Schlafanzug und Boden und Kind gesäubert sind und medizinbedingt ins Land der Fieberträume reist, gehe auch ich schlafen. Um heute morgen mit dickem Kopf, verrotzter Nase und Kratzen im Hals aufzuwachen. Die Kinder sind wieder besser drauf, dafür hustet und kratzt die Gastmama und wir bemittleiden uns gegenseitig. Trotzdem müssen die Großen zum Arzt, also bleib ich mit der Quetsche daheim, der er es schon besser geht. Und nachdem ich mich mit der Gastmama getroffen habe, um die Kinder zu übernehmen, damit sie in Ruhe alle Weihnachtseinkäufe erledigen kann (ahaha ich hab ihr gesagt ich wünsch mir ein Boot- good luck with that!), wir schnell bei der Post waren (bin ich heuer aber früh dran mit den Weihnachtsaussendungen…) fahren wir nach Hause. Der Hals kratzt zum Glück nicht mehr, das Kopfweh ist auch verschwunden, dafür rinnt die Nase. Na rotzen wir halt alle um die Wette. Außerdem schüttet es wie aus Kübeln und es ist megamega kalt. Na dann halt Schlechtwetterprogramm: Pizza backen, 37 Waschmaschinen waschen, Wäsche zusammen legen, fernschauen, lesen, die 2 Tanten und das Baby in ein mega Schaumbad mit bunten Badeperlnen setzen, Adventjause, rumliegen, Schnitzeljagd im Haus, ausruhen, Nussknacker anhören, die gesamte Kleidung aus dem Kasten rausräumen und im Zimmer verteilen (Baby und die Mittlere) und wieder wegräumen (ich), Deutsch beibringen (Nackerbatzl, Schnucki, Schatzi,…) …

Ja, so können Weihnachtsferien auch sein.

things I’m gonna miss the most this Christmastime

  • Christkindlmärkte
  • punschen, ob daheim, am Punschstanderl, im Wald… punschen geht immer! zum Glück hat Benjamin ein paar Punschkrapferl mitgebracht;-)
  • Keksbackaktion
  • Christbaum aufputzen bei der Oma und dazu
  • glögg
  • Nebelspaziergang und nachher Maroni
  • Kekse backen mit Rebekka und dazu filmen, ich sage nur ‚Das Glaserl hat a Loch!‘
  • Laternen am Balkon anzünden
  • Christbaum aussuchen und nachher zum Essen zum Opa, anschließend den Nussknacker anschauen
  • Am 23. 12 mit den Eltern zum Christkindlmarkt und anschließend ins Kino oder ins Theater
  • ‚Während du schliefst‘, ‚Die Schöne und das Biest‘, ‚preacher’s wife‘
  • diese Nebelsuppe!
  • überhaupt November/Dezemberwetter!
  • Im Kaffehaus sitzen und Heiße Schokolade schlürfen
  • Adventkalender
  • Meine Familie

 

 

getting stuffed

So, das war also Thanksgiving. Und das ist nur der Anfang, denn jetzt kommen Restlessen, Kekse backen, Bratäpfel, Weihnachtsessen…

Donnerstag und Freitag hab ich mich daheim in meinen stretchy pants eingesperrt und gegessen. Mashed Potatoes, Cranberries, Brot, ja, auch Turkey, Pie… danach lag ich fappy (fat and happy) am Sofa und konnte mich nicht mehr bewegen. Eingekuschelt in einer Decke habe ich da den ganzen Nachmittag gelegen und geschlafen, nur ab und an bin ich aufgestanden und in die Küche gerollt und hab noch ein bisschen Brot und Sweet Potatoes genascht, nur um mich wieder in meiner Decke einzuigeln und das „Mensch ärgere dich nicht“ Spiel zu kommentieren.

Freitag (as in: black friday, eveyone goes crazy und rennt die Geschäftstüren ein…) nachmittag habe ich mich hinausgewagt, habe meine Schuhe angezogen und bin eine Runde spazieren gegangen, und das war schön (und mega anstrengend, nach 48 Stunden rumliegen und essen).
Abends bin ich mit meiner Gastfamilie und einer ur lieben Freundin der Familie noch in den botanischen Garten zur Eröffnung der Lichtershow gefahren. Es war eisig und stockfinster und wunderschön hergerichtet. Dazu gab es heiße Schokolade, s’mores und gute Gespräche, nachdem die Kinder mit den Eltern heimgefahren sind bin ich mit der Freundin noch eine extra Runde gegangen um die Puppnhausaustellung anzuschauen und das Thema „Lisa and the American Guys“ zu analysieren. Durchgefroren und hungrig sind wir heimgekommen und haben uns über die Reste hergemacht- irgendwie schmecken Reste am 2. Tag noch mal besser als das Festessen selber, oder?

So langsam traue ich mich wieder unter die Zivilisation, nachdem ich mich 48 Stunden eingeigelt habe, es war herrlich. Ich habe viel zu viel gegessen, viel zu viel geschlafen und mich viel zu wenig bewegt. Ich habe tausend Filme angeschaut und eine Million Kalorien zu mir genommen… es war schön. Und so langsam gewöhne ich mich an den Gedanken, dass Weihnachten vor der Türe steht. Der Adventkalender für die Kinder ist gebastelt, die Weihnachtskarten besorgt, nächste Woche erledige ich die Einkäufe für die Weihnachtsbasteleien. Ich freue mich.

und rundrum ist Nebel…

Der Oktober ist der goldene Monat, der goldene Herbstmonat, gelbrotgoldoranges Laub, sweater weather… der November hingegen ist der gemütlichere Monat, Nebel, Nieselregen, Abende daheim vorm Fernseher…

Bis gestern war es bei uns total wunderbar, richtig schöner ‚indian summer‘, heute kam der November an.  Ich liebe es. Wo sind meine Gummistiefel und dicken Wollsocken?

  • Maroni und Punsch
  • Kerzen, oh ich liebe Kerzen! Apfelzimt und Vanille sind im Moment meine Favoriten
  • Pumpkinpancakes, Waffeln, pumpkinpie
  • Ofengemüse
  • heiße Schokolade im Park trinken
  • Herbstlaub
  • basteln und stricken
  • Wollsocken, Legwarmers, meine Eyebroccoliboots (they give me eyebroccoli cos they’re sooo uggly, but sosososo comfy!!!)
  • Spazieren gehen
  • meine Herbstplaylist (Slow Club: Christmas TV, The Staves: In The Long Run, Patrick Watson: Words In  The Fire, Snow Patrol: Open Your Eyes, sind einige meiner aktuellen Lieblingslieder)
  • auf Advent und Weihnachten vorbereiten: Adventkalender und Adventkranz basteln, Weihnachtskeksbackliste erstellen, Strickliste durchgehen (die Kinder kriegen Socken, die Mama einen Schal), Karten basteln, Abschickdaten eintragen (wann muss welche Karte abgeschickt werden… und so viele Geburtstagskinder!), welche Geschenke werden verschickt, welche kommen in ein Paket? Weihnachtsgeschenkpaket besorgen, das die Eltern dann mitnehmen(richtig gelesen! meine Eltern kommen nach Weihnachten! Ich dreh durch! whoop whoop!)
  • zur Ruhe kommen, endlich mal wieder lesen, auch mal zur Pediküre gehen, Freunde zum spazieren treffen, durchatmen, letzte Sonnenstrahlen genießen, Tagebuch führen, Haare schneiden lassen… mich am Leben freuen!

Beerentiramisu

dies ist eine Liebeserklärung an Beeren, Zimt, Weihnachten und sämtliche Geschmacksnerven und Sinne (Insbesondere Geruch- und Geschmackssinn! Könnte ich einen Duft posten, würde euer Geruchssinn explodieren! Zimt! Punsch! Maroni im Ofen! Warme Beeren! Schokolade!)

Beerentiramisu (und da ich ein ‚Nach Gefühl’Kocher bin, wieder nur ungefähre Angaben)

Mascarpone mit etwa Creamcheese und Schlagobers vermengen, Zucker, etwas Zitronensaft und Vanillezucker unterrühren.

Spekulatius in Kaffeerumgemisch tränken (ertränkt sie! Damit sie schön vollgesoffen sind!, so kommen wenigstens die in Genuss, ich kann ja schlecht beim Kindehüten Rum trinken!)

Tiefkühlbeeren mit Zimt, Muskat, Kardamom anrühren und aufkochen lassen.

In eine Auflaufform abwechselnd besoffene Spekulatius, Mascarpone, Beeren schichten, die letzte Schicht ist Mascarpone. Darauf entweder schön dick ungesüßten Kakao oder dunkle Schokoladenraspeln bestreuen, und ab in den Eiskasten, ein paar Stunden kühlen lassen.

Für das kinderfreundliche Tiramisu habe ich übrigens Kakao statt Kaffeerumgemisch verwendet.

(Das ist übrigens bei uns ein klassisches Weihnachtsdessert, ich habe es für unsere Biblestudyabschlussrunde gemacht)