Ich bin wieder da!

Aber eigentlich bin ich nun dort:

www.theaustrianinamerica.wordpress.com

18 Monate USA- Wahnsinn haben mir anscheinend nicht gereicht, darum habe ich beschlossen, für die nächsten drei Jahre dort zu bleiben (der Liebe wegen, und auch weil ich dort zum studieren anfange)

Fragt mich nicht, wie das alles gehen wird, ich weiß es selber nicht, es ist der pure Wahnsinn, aber ich bin gespannt.

Folgt mir gerne (virtuell) nach Amerika und erlebt mit mir den puren Wahnsinn- Ich freu mich!

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(dort werde ich auch einen kurzen Bericht über meinen Heimaturlaub schreiben)

Dank

Gestern habe ich das Thanksgivingfest (oder soll ich es ‚Das Große Fressen‘ nennen?) mit einem ‚Friendsgiving‘ gestartet. Ich war bei Freunden eingeladen, der Tisch war wunderbar gedeckt, wir hatten eine kleine Andacht, haben Lobpreis gemacht und Bibel gelesen. Wir haben Wein getrunken (ja, wir braven, braven Christen trinken Wein! Und genießen es;-) ), haben gegessen, gelacht, geredet, getanzt… ich hab zwar nur die Hälfte verstanden, da es (fast) nur Brasilianer waren, aber es hat Spaß gemacht!

Und als wäre es abgestimmt, lese ich jeden Tag in meinem Andachtsbüchlein etwas zum Thema ‚Dank‘- perfekt!

Ich habe heute mal mein ‚Good Stuff‘ Glas geleert- ein Glas, dass ich mit Dank fülle, jeden Abend schreibe ich auf ein Zettelchen eine Sache, für die ich dankbar bin und gebe sie in das Glas, meine liebe Anna hat mir dieses wunderbare Geschenk gemacht. Manchmal fallen mir tausend Sachen ein, manchmal schreibe ich nach ewigem Überlegen einfach nur ‚ich bun dankbar, Atmen zu können‘ hinauf.

So ist das Leben… nicht immer findet man gleich etwas, wofür man dankbar sein kann, aber ich weiß, dass eine dankbare Haltung mich vor Verbitterung und Gleichgültigkeit schützt und vorallem vor der Einstellung, dass alles selbstveständlich ist.

Beim Durchlesen habe ich bemerkt, wie oft ich dankbar für das Lächeln der Kinder, den guten Tag, eine SMS, einKompliment oder meine Familie bin.

hier noch ein paar andere Dinge, für die ich dankbar bin, Dinge, für die es leicht fällt, dankbar zu sein:

  • Sonnenschein und buntes Laub
  • Gebet mit Freundinnen
  • Kuchen backen mit den Kindern- gutes Essen überhaupt
  • Skypen mit meinen Eltern
  • Schnee
  • Biblestudy
  • hilfsbereite Menschen im Supermarkt

und ja, ich möchte auch dankbar sein für Dinge, wo es mir schwer fällt sie zu aktzeptieren und anzunehmen:

  • einen Streit mit einem Freund, weil es mich lehrt, ehrlich zu sein und Dinge gleich anzusprechen
  • Heimweh, weil ich erkenne, wie wichtig mir meine Familie ist und wie beschenkt ich mit ihnen bin
  • Kritik (konstruktive), weil ich herausgefordert bin, an mir zu arbeiten
  • Gott sagt auch ‚Nein’… und da ist gut so, denn einige Dinge sind nicht gut für mich und ich bin möchte dafür dankbar sein, dass er mir manche Dinge nicht erfüllt… so gerne ich sie auch möchte… aber im Endeffekt weiß er es besser.

und rundrum ist Nebel…

Der Oktober ist der goldene Monat, der goldene Herbstmonat, gelbrotgoldoranges Laub, sweater weather… der November hingegen ist der gemütlichere Monat, Nebel, Nieselregen, Abende daheim vorm Fernseher…

Bis gestern war es bei uns total wunderbar, richtig schöner ‚indian summer‘, heute kam der November an.  Ich liebe es. Wo sind meine Gummistiefel und dicken Wollsocken?

  • Maroni und Punsch
  • Kerzen, oh ich liebe Kerzen! Apfelzimt und Vanille sind im Moment meine Favoriten
  • Pumpkinpancakes, Waffeln, pumpkinpie
  • Ofengemüse
  • heiße Schokolade im Park trinken
  • Herbstlaub
  • basteln und stricken
  • Wollsocken, Legwarmers, meine Eyebroccoliboots (they give me eyebroccoli cos they’re sooo uggly, but sosososo comfy!!!)
  • Spazieren gehen
  • meine Herbstplaylist (Slow Club: Christmas TV, The Staves: In The Long Run, Patrick Watson: Words In  The Fire, Snow Patrol: Open Your Eyes, sind einige meiner aktuellen Lieblingslieder)
  • auf Advent und Weihnachten vorbereiten: Adventkalender und Adventkranz basteln, Weihnachtskeksbackliste erstellen, Strickliste durchgehen (die Kinder kriegen Socken, die Mama einen Schal), Karten basteln, Abschickdaten eintragen (wann muss welche Karte abgeschickt werden… und so viele Geburtstagskinder!), welche Geschenke werden verschickt, welche kommen in ein Paket? Weihnachtsgeschenkpaket besorgen, das die Eltern dann mitnehmen(richtig gelesen! meine Eltern kommen nach Weihnachten! Ich dreh durch! whoop whoop!)
  • zur Ruhe kommen, endlich mal wieder lesen, auch mal zur Pediküre gehen, Freunde zum spazieren treffen, durchatmen, letzte Sonnenstrahlen genießen, Tagebuch führen, Haare schneiden lassen… mich am Leben freuen!

Palatschinkenwetter

Heute war Palatschinkenwetter. So nenne ich graue, nieselregnerische, windige, nebelige Tage, an denen man sich am liebsten den ganzen Tag im Bett verkriechen möchte, mit einer Tasse Tee oder Kakao, einem Buch, dem Strickzeug oder einem Film. Und Wollsocken. Und Kuscheldecke.

Ich liebe solche Tage. Ich liebe es, an solchen Tagen lang spazieren zu gehen und nachher Punsch zu trinken und Maroni zu essen und alte Dinseyklassiker anzuschauen.

An solchen Tagen steigt mein Verlangen nach Waffeln und Palatschinken. Palatschinkenwetter eben! Und ganz ehrlich, was gibt es herrlicheres, als Palatschinken mit Marillenmarmelade und einer dicken Schicht Staubzucker? Eben!

Bei uns gabs heute Pumpkinpancakes mit Apfelmus, nachher treffen wir uns noch mit Freunden zum spazieren gehen und heißer Schokolade im Park.  Ur gemütlich! Und abends gibs Spaghetti. Hmmm, ich liebe es, bei so einem Wetter zu kochen!

Aber jetzt verkriech ich mich erst mal vor dem Fernseher und stricke!

happy thursday y’all

Zufluchtsorte

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Wenn du einmal im Leben Kummer und Sorgen hast, dann geh mit offenen Augen durch den Wald. In jedem Baum, in jedem Strauch, in jedem Tier und in jeder Blume wird dir die Allmacht Gottes zu Bewusstsein kommen und dir Trost und Kraft geben“         (Erzherzog Max zu Sissi, im gleichnamigen Film)

Manchmal, wenn mir alles zu viel wird, muss ich hinaus. (Hinaus in die Welt!;-) Dann hab ich das Gefühl mir wird alles zu eng und ich brauche Ruhe. Ruhe von Menschen, Handy, Internet, Verkehr und Ruhe von mir selbst. Diese Ruhe finde ich im Spazieren gehen in der Natur. Daheim war es die Notfallrunde um den Block mit Miss Nussbaum, die mir wieder einen klaren Kopf verschafft hat, die Liechtensteinrunde mit Mama und Anna oder die Laxenburgrunde mit den Eltern Sonntag Nachmittag. Oder auch mal am Friedhof eine Runde spazieren. Besonders im November gehe ich gern am Friedhof spazieren. Vor ein paar Tagen hatte ich wieder das Gefühl, mir wird alles zu eng. Also bin ich in meine Schuhe geschlüpft und bin zum Friedhof gefahren. Es war kalt, richtig kalt,  Nieselregen und dunstig. Herrlich. Ich bin einfach drauf los gegangen, es war total still, außer mir war niemand da, nur ein oder zwei Jogger und ein, zwei Autos. In meinem Kopf waren tausend Gedanken, die raufrunterraufrunterrunterraufhinundher herum geschwirrt sind, mit jedem Schritt sind sie abgefallen und je weiter ich maschiert bin, desto leerer und klarer wurde mein Kopf. Irgendwann bin ich dann stehen geblieben, meine Hände ganz kalt, die Wangen rot von der frischen Kälte und ich habe mich umgeblickt. Was für eine Schönheit mich umgeben hat! Rotgelbes Laub, manche Bäume schon kahl, sie machen Platz für neue Blätter im Frühling. So ein schöner Kontrast zu den grauen Steinen!

 

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kaum zu glauben, dass ich vor 2 Monaten noch schwimmen war im Fluß!

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Am nächsten Tag war das Wetter so ganz anders! Zwar kalt und windig, aber sonnig! Darum bin ich mit 2 Freundinnen in den Park spazieen gegangen und wir haben ein paar Fotos gemacht. (ok, es waren mehr als nur ‚ein paar ‚) Ich liebe Laub! Das Rascheln hat so etwas unglaublich beruhigendes für mich!

imageimageimageimageNachher sind wir noch zu ‚Baker’s Crust‘ gefahren, wo es die besten Crépes von ganz Richmond gibt, find ich zumindest! Und so habe ich feierlich mein Detoxen gebrochen, bzw eine Sonntagsfreudenausnahme gemacht.

Ich bin gerne in der Natur, besonders jetzt, wo ich das Gefühl habe, die Farben explodieren und mein Verstand begreift diese unglaubliche Schönheit nicht.