worauf ich mich freue…

Mein letzter Arbeitstag rückt näher und näher und man kann die Anspannung förmlich spüren. Ich bin nur nach am Heulen, meine Gastmama ist nervös, die Mädls sind aufgeregt, weil wer Neuer kommt (Geschenke, Aufmerksamkeit, neue Grenzen austesten, Besuch etc) und traurig (weil ich geh), der Bube versteht es nicht ganz… Ich habe schon begonnen, mein Zimmer langsam zusammen zu packen, weil ich für 2 Wochen dann im Gästezimmer bin. Ich habe festgestellt, für mich ist es einfacher, langsam, jeden Tag ein paar Dinge einzupacken, gestern waren die Fotos dran… ja, es ist schwer. Aber es wird gut.

Mein Abflugdatum habe ich auch schon, aber ich werde es ändern lassen, da ich eh nicht herumreisen werde und 4 Wochen nur rumsitzen? Mein neues Abflugdatum weiß ich noch nicht, aber ich muss sagen: so schwer es mir fällt, ‚meine‘ Kinder zu verlassen, ich freu mich auf daheim!

besonders freue ich mich auf…

  • eine frische Käsesemmel vom Fleischer. Schön knusprig und viiiiiel Gouda. Yummy. (Bitte gleich am Flughafen)
  • Sauerkraut. Ja, ich bin besessen von Sauerkraut. Ich könnt das sackerlweise essen. Stink ich halt, is ma wurscht;-)
  • zu Fuß gehen, Rad fahren
  • ein eisgekühltes Radler, oder einen Kaiserspritzer. und Hugo.
  • die Konditoreileckereien meiner Schwester. Schaumrolle! Mozarttorte! Mohnschnitte! Und dass sie in einer Konditorei arbeitet und mir ständig Fotos von ihren Kunstwerken schickt, hilft nicht;-)
  • Heurigenbesuch mit den Großeltern. Und da ess ich dann auch ein gscheites Speckbrot, obwohl ich sonst kein Fleisch esse
  • Butterbrot! Schafkäsbrot! Honigbrot! (und wie die Oma immer sagt: mindestens 1 cm Butter und doppelt so viel Schafskäse)
  • Bauernmarkt, Notfallrunden im Wald, Terrassen sitzen

 

Ja, ich freu mich. Auch wenns nur kurz sein wird.

Welcome Home, Maggan

Dieses Wochenende fahren meine Eltern nach Rumänien, um meine kleine Schwester abzuholen (gut, mit fast 1,80- also gut 3 cm größer als ich kann ich sie nicht wirklich als ‚klein‘ bezeichnen, und mit 20 kann ich sie auch nicht mehr ‚Baby‘ nennen…), die dort seit September in einem Waisenhaus eine Art FSJ gemacht hat.

Ich kann mir vorstellen, dass meine Eltern ganz kribbelig und aufgeregt sind, das Nesthäkchen der Familie (und das, obwohl sie nur 2 Jahre jünger ist als meine andere jüngere Schwester) heim zu holen, und ich kann mir auch vorstellen, dass Maggan, wie wir (oder zumindest wir Schwestern) sie seit unserem Schwedenaufenthalt nennen, im Zwiespalt ist: Vorfreude und Aufregung, die Eltern und Geschwister (zumindest einen Teil) wieder zu sehen und alle Freunde und Verwandte, wieder im eigenen Bett zu schlafen, vertraute Orte zu sehen, neuer Lebensabschnitt mit Beginn des Studiums… und auf der anderen Seite Wehmut und Traurigkeit, einen Ort und Leute zu verlassen, der ihr in den letzten Monaten so vertraut wurde und ihr Zuhause wurde und die ihr in den letzten Monaten so ans Herz gewachsen sind.

Ich kann total verstehen, wie es ihr im Moment geht… zum einen vermisst man die Familie und Freunde, vertraute Orte und den bekannten Alltag (Notfallrunden am Liechtenstein…), Filmeabende mit den Schwestern, Heurigen… und zum anderen schließt man die Leute, die man kennen lernt, ins Herz, man knüpft neue Freundschaften, der Ort, der erst so fremd war, wird einem immer vertrauter… und nach der Aufregung-alles-ist-neu-Phase kommt die ich-finds-hier-so-blöd-ich-will-nach-Hause-Krise, gefolgt von der ok-es-ist-nicht-schlechter-nur-anders-ich-akzeptiere-es-Erkenntnis und irgendwann kommt man an den Punkt, wo man ‚angekommen‘ ist, man hat seine Routine, seinen Alltag, sein Freundgrüppchen… und dann muss man seine Koffer zusammen packen und Abschied nehmen- für immer?

Ich bin mir sicher, Maggan hat in der Zeit wahnsinnig viel gelernt und ist unglaublich gewachsen, an ihre Grenzen gestoßen und hat sich persönlich weiter entwickeln. Diese Erfahrung kann ihr niemand mehr nehmen und ich weiß, dass sie in Rumänien viele Menschen bereichern konnte und die Freundschaften, die sie dort geschlossen haben, halten werden.

Abschied nehmen ist nicht leicht, und es werden Tränen fließen. Aber sie wird ihre Koffer packen, ihre Freunde umarmen, heimfahren, überwältigt sein, sich freuen, alle wieder zu sehen. Nach der ersten Aufregungs ‚Oh mein Gott, ich freu mich so, dich wieder zu sehen, ich hab dich so vermisst‘ Phase, wird eine ‚ich will zurück!‘ Phase kommen, aber sie wird auch das durchstehen, ein neues Studium beginnen, mit ihren Freunden aus Rumänien in Kontakt bleiben und auch zurück fahren, um sie zu besuchen.

Liebe Maggan, ich bin stolz auf dich, dass du es tatsächlich gewagt hast!

 

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(inwiefern ich diesen Text auch für mich geschrieben habe, wo mir jetzt nur noch 2 Monate hier bleiben, bleibt offen;-))

Ostern

Früher sah Ostern so aus: Wir fuhren auf unsere Berghütte, am Ostersonntag gab es erst mal Osternestsuchen, dann Frühstück. Zu Mittag gab es Osterschinken, gebacken in Brot und Sauerkraut und Kren. Zur Jause kamen dann sämtliche Verwandte und dann ging es zum Ostereiersuchen.

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Ostern 2009… krass, so lang her!!!

Irgendwann sind wir dann nicht mehr auf die Hütte gefahren, sondern haben daheim gefeiert. Wir sind zum Sonnenaufgang in die Weinberge gefahren und haben dort einen Auferstehungsgottesdienst gefeiert und sind anschließend heim, noch mal ne Runde geschlafen und dann gab es Brunch. Spätes Mittagessen und dann Jause und Spaziergang.

Schön war das immer!

Heuer hat Ostern so ausgesehen, etwas ungewöhnlich, aber trotzdem schön:

Karfreitag waren die Kinder und ich 2 1/2 Stunden spazieren und am Abend war Rebeccas Polterabend, Karsamstag sind der Herr Bambus und ich zu seinen eltern zum Waffelfrühstück gefahren und ich bin anschließend mit einer Freundin nach DC gefahren. Am Sonntag bin ich mit der Gastfamilie zum Gottesdienst gefahren, anschließend gab es Ostereiersuchen und Mittagessen. Der Herr Bambus war auch da und wir sind dann noch zur jährlichen Osterparade gefahren und nachher noch zu seinem Gottesdienst.

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das obligatorische Gründonnerstagsessen mit Spinat, Spiegelei und Kartoffeln durfte natürlich nicht fehlenimage image image image image image

Mary in the States- a (true) lovestory

 

IMG_6530Ich bin heute auf den Tag genau 1 Jahr in den Staaten.

Ich sitze in meinem neu entdeckten Lieblingscafé (Im Garten, es ist Jänner und ich sitzte im Garten eines Cafés! Letzte Woche hatten wir -10 Grad und jetzt sitze ich mit kurze Hose draußen! Das Wetter in Virginia ist echt verrückt!) und denke nur: Was? Ich bin schon ein Jahr her? Irgendwie habe ich das Gefühl, etwas Besonderes machen zu müssen, zu meinem einjährigen Jubiläum. Am Nachmittag werden die Kinder und ich uns hübsch anziehen und in mein Lieblingsdessertrestaurant gehen und mit Schokokuchen und Kakao anstoßen, auf dieses unglaubliche Jahr. Am Samstag gibt es ein spezielles Frühstück für mich, denn dann bin ich genau ein Jahr Mary Poppis bei meiner Familie. Ich kann ganz klar sagen: Es war Liebe auf den ersten Blick, es hat sofort gefunkt. Ich kann es nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist, ich blicke zurück und staune, was in dem Jahr alles los war- Drama ohne Ende, Bambus ahoj, Reisen, lernen, Frustration, Neuanfang, neue Freunde kennen lernen, an Grenzen stoßen, Heimweh, Fernweh,… anfangs war alles noch so neu, und mittlerweile fahre ich ganz ohne GPS durch Downtown, etwas, dass ich anfangs nie gedacht hätte, ich habe neue Freundschaften geschlossen, habe meine Schüchternheit überwunden und Leute angesprochen, neue Dinge ausprobiert, bin nicht nur Aupair, sondern auch große (für die Kinder) und kleine (für die Mama) Schwester geworden, habe eine Ersatzfamilie in meiner Kirche gefunden, wurde sogar zur Bridesmaid nominiert!
Um das alles selber verarbeiten zu können und um euch eine kleine Zusammenfassung von 12 Monate Mary-in-the-states zu geben, möchte ich hier eine Zusammenfassung schreiben…

12 Monate Mary in the States, oder, wie Frau Bambus es sagen würde: Bambus, der Wahnsinn lebt.

Angefangen hat alles mit einem tränenreichen Abschied von meinen Freunden und meiner Familie: meine Eltern haben mich zum Flughafen gebracht, natürlich hatte ich Übergepäck (liegt in der Familie…), der Flug selber war angenehm, ich hatte zum ersten Mal seit langem keine Panik beim Fliegen und konnte sogar entspannen, geschlafen wurde trotzdem nichts. In New York ging es auch bei der Einreise sehr gut und ich war so übermüdet und überwältigt und geflasht- das Lichtermeer, die rießen Häuser, die rießen Autos… In der Aupairunterkunft bin ich sofort ins Bett gefallen, natürlich bin ich dank Jetlags um 3 Uhr nachts putzmunter gewesen und dementsprechend müde gewesen am nächsten Tag. An das Aupairtraining selber kann ich micht so gut erinnern, nur dass das Essen extrem grausig war, ebenso wie die Zimmer und Duschen… und dass ich mega müde war… Nach 3 Tagen Trainingsschool ging es dann am Freitag los zur Familie. Ich kann mich noch genau erinnern, was die Kinder angehabt haben und das Erste, was die Große zu mir gesagt hat: Ich hab gesagt: „I like your dress!“ und sie meinte nur: „well, that’s not a dress. That’s my PJ. Do you wanna sit next to me for dinner?“ Und somit war das Eis gebrochen und wir waren Freundinnen. Zum Essen gab es Spaghetti und Salat und Key Lime Pie zur Nachspeise- nach wie vor einer meiner Lieblingskuchen. Ich weiß noch, wie aufgedreht die Kinder waren und alle durch einander geredet haben und das Baby am Aupair gehangen ist und ich mir nur gedacht hab: Jetzt bist du also wirklich da. Abends wollten die Mädls, dass ich ihnen aus der Bibel vorlese und irgendwann bin ich selber in mein Bett gefallen. Ja, MEIN Bett. Das war also jetzt MEIN Zuhause. Die ersten Tage waren Seifenblase… alles verschwommen und ich war überwältigt. Ich weiß nur noch, dass ich im Supermarkt beinah zusammen geklappt bin, weil alles so groß war und ich nur heim wollte und schlafen und heulen und trotzdem: auf der Heimfahrt mir gedacht hab: ich bleib hier länger. Die ersten Wochen waren ein Kennenlernen, sich rantasten, die Kinder kennen lernen, alle Leute in der Kirche kennen lernen, eine Biblestudy finden… und ich bin dort gesessen und dachte nur: wow, ich wünsch mir nichts mehr, als richtig gut mit ihnen befreundet zu sein und auch so schlagfertig auf englisch zu sein!

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Im Februar habe ich meinen ersten Roadtrip gemacht, ich hab eine Freundin aus der Trainingsschool besucht und gemeinsam sind wir nach Edenton, North Carolina gefahren, ich habe langsam begonnen, mich an den Alltag zu gewöhnen, die Kinder haben begonnen, mir zu vertrauen, das Baby hat anfangs immer noch nach Laura, dem Aupair vor mir, gesucht, aber langsam aber doch sich an mich gewöhnt. Ich habe mich im Fitnessstudio angemeldet und begonnen, Pläne zu schmieden, Mary-in-the-states-Listen zu erstellen.

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Im März habe ich mich endlich getraut, die Mädels aus der Biblestudy zu fragen, ob wir mal am Wochenende etwas unternehmen wollen, und was soll ich sagen? Seit dem sind wir #bestfriendforever. Mitte März bin ich mit Valentin nach Charleston, South Carolina, gefahren, der entspannenste Urlaub bis jetzt! Wir hatten so herrliches Wetter und sind fast nur am Strand gelegen… Wenn ich irgendwo noch mal hinfahren würde, würde ich Charleston wählen! Meine Gasteltern schlagen mir vor, zur Hochzeit meiner lieben Freundin nach Österreich zu fahren und fragen mich, ob ich nicht verlängern will. 

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Anfang April hatte ich die erste Krise… ich war so überwältigt von allem und vor allem von dem Sicherheitssystem (Jeder könnte ein Verbrecher sein, drum behandeln wir sie auch so… auch, wenn sie 3 kleine Kinder dabei hat…) Ich hab meinen Führerschein gemacht, war im Musical und wandern… Das Baby beginnt ‚Isa‘ zu sagen und erste Worte zu sprechen. Auf dem Weg zur Kirche sagt die Mittlere zu mir: ‚Wir schauen aus, als wären wir eine Familie. Naja, wir sind ja eine Familie. Gell, du gehörst jetzt zu uns.“ Wir feiern Ostern und endlich hat sich auch der Winter verabschiedet und es wurde heiß. Richtig heiß. Und schwül. Unglaublich schwül.

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Im Mai beginnt der Sommer. Wir verbringen viel Zeit im Park und Garten und am Fluß und See. Reisen werden geplant. Krise wird geschoben. The usual. Wir fahren an den Strand und raften. Das absolute Highlight ist der Tornado.

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Im Juni gehts erst nach Boston und dann zu den Niagara Fällen, beides heißt viele Autostunden und viele, lange Gespräche. Ich geh auf mein erstes Baseballmatch und wir haben eine Sommerparty daheim. Ich kann festellen, dass sich die erst noch so oberflächlichen Freundschaften, zu guten und tiefen Freundschaften entwickelt haben.

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Anfang Juli gehts erst mal für eine Woche heim. Die Woche war angefüllt mit Freunden treffen, zur Hochzeit fahren, Familie treffen, viel essen, ausruhen, genießen… wieder daheim in den Staaten versuchen wir diese unglaubliche Hitze und Schwüle zu überstehen. Wir fahren an den Strand, hängen am Pool und Fluß ab, essen Unmengen an Eis und drehen die Klimaanlage voll auf. Ein paar Tage Strandurlaub stehen auch an.

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Im August fahren wir für eine Woche an den Strand nach North Carolina, wo ich auch meinen 25. Geburtstag feiere. Ich belege einen American Sign Language Kurs und mache eine Geburtstagsfeier daheim.

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September fängt die Schule wier an, ich habe einen weiteren ASL-Kurs und meine kleine Schwester kommt nach DC! Wir verbringen einen wunderherrlichen Tag gemeinsam, auch wenn es so unrealisitsch ist, dass sie hier ist! Außerdem beschließe ich, zu verlängern.  Kaum unterschreibe ich die Papiere, beginne ich zu zweifeln, habe Heimweh und mir geht alles auf die Nerven.

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 Im Oktober fahre ich nach Minnesota, um meine lieben Freunde zu besuchen, die ich noch aus Jugendgruppenzeiten kenne. Außerdem veranstalten wir eine Murder Mystery Party, es macht so viel Spaß, sich zu verkleiden und zu dekorieren und zu schauspielern und ich kann immer wieder festellen, wie verknallt ich in meine Biblestudy bin! Ich wünsch mir so sehr, dass der Kontakt bestehen bleibt. Für immer. Wir backen viel mit Kürbis, sind viel draußen und genießen den Herbst. Zu Halloween gehen wir trick-or-treaten mit Freunden und am abend verkleiden ein Freund und ich mich als Hänsel und Gretel und gehen auf eine Party. Mit rooftop. No Kidding.

    

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Der November beginnt mit detoxen und dann kommt auch schon mein aller bester Freund zu Besuch! Bis dahin dachte ich immer, ja ich mag meine Stadt hier, aber viel gibts da nicht zu sehen. Und dann habe ich aufgeschrieben, was wir alles sehen wollen und ich hab mich neu in die Stadt verliebt! Ich liebe sie! Und es gibt immer noch so viele Ecken und stellen, die ich noch nicht kenne! Kaum fährt Benjamin heim, bekomme ich mega Heimweh und weine viel… Trotzdem versuche ich viel Zeit mit meinen Freunden zu verbringen und plane die nächste Reise: Ein Trip nach Philadelphia steht an und dann ist ja auch noch Thanksgiving

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Für Dezember habe ich einen Adventkalender gebastelt, meine Gastmama und ich gehen Adventkranz binden, wir haben eine fancy Weihnachtsfeier daheim. Zum ersten Mal seit Jahren genieße ich die Adventzeit und werde ich nicht trübselig. Wir backen Kekse, ich stricke viel, wir gehen eislaufen, am Wochenend gehts zum Weihnachtsshoppen nach Alexandria, wir dekorieren… Meine sehr gute Freundin verlobt sich und ich bin einer der ersten, die es erfährt und gemeinsam mit ein paar Freunden planen wir eine Überraschunsfeier. Und dann ist schon Weihnachten und ich stelle fest: ich brauch nicht Heimweh haben, weil ich hier so eine liebe Zweitfamilie habe! Außerdem sind ja dann auch noch meine Eltern zu Besuch da und ich kann ihnen endlich MEINE Stadt zeigen, meine Freunde vorstellen… ihnen zeigen, warum ich so gerne hier bin.

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Anfang Jänner erfahre ich, dass meine Freundin im April heiraten wird, das heißt ich kann noch dabei sein! Und sie fragt mich, ob ich eine ihrer bridesmaids sein möchte! Ich bin so gerührt, wie nahe wir uns gekommen sind, und wie viele wertvolle Freundschaften ich geschlossen habe! Wir gehen Ski fahren (ja, ich komme aus Österreich und nein, ich kann nicht Ski fahren!) und es ist wunderbar warm, schon richtig frühlingshaft. Alles fühlt sich so normal an. Ich liebe es. Ich bin angekommen. Und ich bin froh, dass ich noch länger bleibe.

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Wenn es einen Soundtrack zu dem letzten Jahr gäbe, diese Lieder wären definitiv dabei:

Das Jahr war nicht immer Friedefreudeeierkuchen. Im Gegenteil, öfters dachte ich: wenn ich jetzt heim müsst, wäre das OK. Ich habe Nächte lang wachgelegen, weil ich meine Oma, meine Elten, Geschwister, Freunde, so vermisst habe, habe stundenlang Familienfotos angesehen, habe nichts mehr als Sauerkraut und Schwarzbrot gewollt. Habe aufgegeben und neu angefangen. Mein Tagebuch vollgekritzelt mit lauter Unsinn. Um dann festzustellen, es war gar kein Unsinn. Ich bin an meine Grenzen gestoßen und wollte nicht mehr. Ich hab geheult, gestritten, gelacht, getanzt, gelitten, geatmet, GELEBT. Ich habe meine Ängste und meine Schüchternheit überwunden, meine Grenzen überschritten und habe gewonnen. Echte Freundschaften. Und auch, wenn ich meine Freunde und meine Familie sehr vermisse, bin ich dich so unendlich froh, dass ich noch ein bisschen länger bleibe. Ich bin noch nicht fertig hier.

Ich habe viel dazu gelernt und habe so viele wertvolle Schätze gesammelt.  Hier sind ein paar meiner gesammelten Schätze, die mich bereichert und mein Leben für immer verändert haben:

  • als das Baby zum ersten Mal: „Isa I lo you“ sagt
  • als mein hostdad zu meinem Papa sagt: „We are so happy to have Lisa here, she is the best. We are all madly in love with her“
  • als meine Kirche meine Eltern kennen lernt und meine Biblestudyeltern sagen: „Thank you for lending us Lisa.  We are so glad to have her“ und als de Pastor zu mir sagt: „You are such a blessing“
  • als ein Freund zu mir sagt: „You fit perfectly in our group. I’m so glad you are here and that you are one of my friends. I’m so grateful for having funny friends“
  • dass ich eine der Ersten war, die von der Verlobung meiner Freundin erfahren hat, sogar noch bevor sie es wusste! Und dass sie mich gefragt hat, ob ich ihre bridesmaid sein möchte.
  • Dass ich dabei sein durfte, als meine Freundin mit ihrer Mama und ihren Schwestern Brautkleid einkaufen waren. Sie hat DAS perfekte Kleid gefunden und sah so unglaublich schön aus, dass ich zum weinen begonnen habe. Ihre Mama auch.
  • Jedes Mal, wenn die Kinder mich umarmen, mir in der Kirche Bussis schicken und ‚I love you‘ in Sugn Language zeigen.
  • mexican train. Und dieses Gespräch: „Ich werd nicht heimfahren, bevor mein Name auf der Gewinnertafel steht“ „Haha! Leute, lasst sie ja nie gewinnen, wir werden dich nie gehen lassen“
  • „You are my best friend“
  • jedes Mal wenn ich mit meinen wunderbaren Mädls aus der Biblestudy zusammen bin.
  • Wenn das Baby besitzergreifend wird: „That is my Isa“
  • Wenn ich mich bei den Mädls entschuldige, weil ich ungeduldig war und sie sagen: „I forgive you, I know you miss home sometimes. We could cheer you up“
  • „I like you. A lot. I want you to meet my parents“

 

meet the parents

„Echt!!!! Deine Oldies sind in Amerika!! Ur toll!!“

Und hier die Fotos… enjoy, as always!

DIGITAL CAMERAHow unreal and awesome is that! Me and my dad, same time zone, same continent, same place…DIGITAL CAMERA

DIGITAL CAMERA „I wanna thank my mom, my dad, my waitress and the academy…“ practicing my „and the Oscar goes to…“ speech.. oh wait, that isn’t right, this is the presidential lectern… well, never mind…

imageDIGITAL CAMERA   DIGITAL CAMERA Virginia is for lovers! ❤   IMG_1622  IMG_1617 IMG_1612 IMG_1611 IMG_1601 totally kissed the Washington Memorial… if they don’t let me kiss the liberty bell I have to kiss the memorial… IMG_1597DIGITAL CAMERAIMG_1581IMG_1593IMG_1594IMG_1635   DIGITAL CAMERA Santa, can you give me a ride to the Northpole?

IMG_1646 IMG_1651 Wir haben hier seit 4 Wochen mega Bambus, aber diesmal guten Bambus!IMG_1660 IMG_1642 IMG_1670

DIGITAL CAMERA fikarast… as always

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DIGITAL CAMERA DIGITAL CAMERA    DIGITAL CAMERA DIGITAL CAMERA DIGITAL CAMERA DIGITAL CAMERAtacky as can be…       IMG_1671   IMG_1668     happy new year y’all

IMG_1641ui ui ui, mommydaddytime means also presenttime! thanks y’all for all those yummy awesome Austrian treats!