Ich bin wieder da!

Aber eigentlich bin ich nun dort:

www.theaustrianinamerica.wordpress.com

18 Monate USA- Wahnsinn haben mir anscheinend nicht gereicht, darum habe ich beschlossen, für die nächsten drei Jahre dort zu bleiben (der Liebe wegen, und auch weil ich dort zum studieren anfange)

Fragt mich nicht, wie das alles gehen wird, ich weiß es selber nicht, es ist der pure Wahnsinn, aber ich bin gespannt.

Folgt mir gerne (virtuell) nach Amerika und erlebt mit mir den puren Wahnsinn- Ich freu mich!

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(dort werde ich auch einen kurzen Bericht über meinen Heimaturlaub schreiben)

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ein Glas voller Dankbarkeit

Meine liebe Freundin Anna hat mir, bevor ich ins Abenteuer USA aufgebrochen bin, einen Brief geschrieben (der übrigens immer noch in meiner Bibel als Lesezeichen dient):

„Schreibe jeden Tag EINE Sache auf einen Zettel auf, über die du dich gefreut hast, und wirf sie in eine Dose/ein Glas. Am Ende des Jahres bzw. deiner Aupairzeit leer sie aus und entdecke, wie viele schöne Momente du erleben durftest!“

Und genau das habe ich getan- manchmal war es einfach und mir fielen 1000 Sachen ein, manchmal musste ich echt lange nachdenken, nur um am Ende zu schreiben: „ich bin dankbar, dass sich niemand verletzt hat“

Heute möchte ich ein paar meiner Dankbarkeitsschätze mit euch teilen, denn ich durfte echt viele schöne Momente erleben! Vielleicht habt ihr ja auch Lust, ein Dankbarkeitsglas zu befüllen?

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  • „You are the best“
  • „That’s Lisa, she is my favorite Aupair“
  • gemütlicher Abend mit den Kindern
  • Beachtrip!!!
  • Datenight mit Gott
  • Picknick im Park
  • wandern mit Freunden
  • die gute Predigt
  • meine Biblestudy
  • Mädlsabend mit Wein und Schokolade
  • Elternbesuch
  • „You’re the bestest Aupair“
  • Mittagsschlaf
  • Gastfreundschaft
  • Minnesotaurlaub
  • schwimmen im See
  • Spaziergang
  • die Kinder!!!
  • ehrliches Gespräch mit meinem Biblestudyleiter
  • Dominoabend in der Kirche- ich habe gewonnen!!!! (mir zur Ehre wurde übrigens ein Liede gedichtet, dass in der nächsten Rundmail der Kirche geschrieben wurde:-))
  • ehrliche Menschen
  • Komplimente
  • Sonne, Regen, Schnee, Gewitter…
  • Freundschaften
  • Urlaub
  • Sauna
  • Besuch daheim in Österreich
  • Coffeedate
  • meine Kirche hier…

18 Monate USA-Abenteuer gehen zu Ende- 18 Monate gefüllt mit tollen Momenten, Trauer, Wut, Freude, Zorn, Liebe, Ärger…. Dankbarkeit… Dankbarkeit für so viel Tolles, das ich nie in Worte fassen kann…

 

 

ich meld mich dann mal ab…

zumindest für die nächsten paar Wochen.

Heute bin ich ins Gästezimmer umgezogen. Die Kinder haben mir beim Einpacken geholfen, meine Stöckelschuhe bewundert, meine Fotos angeschaut, geseufzt und gefragt, ob ich denn wegziehen MUSS. Das Zimmer ist jetzt so leer, jetzt wo all meine Erinnerungen abgenommen und in Kisten verpackt wurden. Gesaugt muss noch werden und das Bett frisch bezogen werden, dann kann die Neue schon kommen. Ein Plakat haben wir schon gemalt.

Die Woche muss ich die restlichen Bücher zur Bibliothek bringen und meine Mitgleidschaft kündigen, das Auto noch mal aussaugen lassen und mir ein Wertkartentelefon besorgen (mein Handy bekommt ja das neue Aupair und damit ich in den 2 Wochen, die ich noch da bin, erreichbar bin, muss eine Wertkarte her.

Heute morgen hat mich meine Gastfamilie mit einer rießen Torte überrascht, in der Fähnchen steckten, mit Sprüchen, wie zb ‚#awesomeaupair‘, ‚we love you‘, ‚we’ll miss you‘ und so. Ich habe Rotz und Wasser geheult, als ich ihnen das Scrapbook überreicht habe, dass ich über die letzten 18 Monate gemacht habe. Mit Fotos, Eintrittskarten, Zeichnungen, etc und Notizen, auf denen ich wichtige Schritte dokumentiert habe, wie zB ‚heute haben wir uns vom Schnuller verabschiedet‘ usw.

Ich bleib noch 2 Wochen hier und dann fahr ich für ein paar Tage zu Freunden aufs Land, bevor ich dann heimfahre.

Als ich hergekommen bin, habe ich geplant, im Reisemonat nach Seattle zu fliegen und dann mit einem Mietauto bis runter nach San Francisco, vielleicht bis nach San Diego und dann heim. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aber das ist in Ordnung so.

Ich habe viel gelernt in den 18 Monaten, bin an meine Grenzen gestoßen, habe viel unnötig gebrüllt, habe viele nasse Bussis bekommen, habe Freundschaften geschlossen und Freundschaften beendet, habe gelernt, ohne Navi in einer mir so fremden Stadt zu fahren, die dann mit der Zeit so vertraut wurde, habe tausend Streiterein geschlichtet und mich auf gefühlten 890 Spielplatzsitzrunden fadisiert.

Ich habe gelernt, auf mein Bauchgefühl zu hören und Entscheidungen zu treffen, die gut für mich sind, auch wenn andere Leute mich vom Gegenteil überzeugen wollten. Ich habe gelernt, Nein zu sagen, wenn es mir zu viel wurde und zu meinem ‚Ja‘ zu stehen- versprochen ist versprochen!

Ja, ich freue mich darauf, meine Freunde und meine Familie zu sehen, aber ich weine auch. Mir sind diese Kinder so ans Herz gewachsen, sie sind zu so einem großen und wichtigen Teil meines Lebens gewordenes tut mir weh, zu hören, wie die Große singt: ‚we’re having a new aupair oh i can’t wait tralalala‘, aber ich freu mich auch, dass sie sich freuen- schließlich will ich ja das Beste für sie, und ganz ehrlich: so gern ich Mary Poppins war, ich merke, ich bin bereit für etwas Neues. Ja, ich freue mich auf einen neuen, spannenden Abschnitt!

Bis dahin melde ich mich ab und melde mich dann Ende August/Anfang September wieder.

Habt einen schönen Sommer, genießt das Wetter, trinkt genügend Wasser und verwendet Sonnencreme, trifft Freunde, schaltet das Handy ab, esst Wassermelone und trinkt Eiskaffee, pflückt Blumen und LEBT.

 

Talk to y’all soon.

YESSSSSSSSSSS

Ich liebe es, zu gewinnen. Egal ob Monopoly, Tabu, Uno, Verstecken… ich liiiebe es (und am schlimmsten finde ich es, wenn ich so tun muss, als ob ich verliere, damit das Kind gewinnt und sich freut- ICH will gewinnen!!!) Über meinen Freudestummelrauschtanz, als ich den Baseball-Ball gefangen habe, habe ich ja berichtet.

Vor einem Jahr hat mich meine Freundin zum Dominospielen in die Kirche eingeladen, wo sich die Senioren regelmäßig treffen, um bei Kaffee, Kuchen, Pizza und was noch so am Snacktisch steht, Mexican Train zu spielen, zu plaudern, zu lachen,… einfach eine gute Zeit haben! Dort ist es ‚Brauch‘ den Namen des Gewinners auf ein Plakat an der Wand zu schreiben (Wall of fame, und so;-)) Damals meinte ich scherzhaft: „Leute, ich geh nicht eher heim, bevor mein Name auf der Wand steht!’…

Am nächsten Tag habe ich mir gleich selber ein Set gekauft und begonnen, mit meiner Gastmama und Freunden zu spielen.

Viele Dominoabende sind ins Lande gezogen, gewonnen habe ich nie. Als meine Eltern da waren, hat meine Mama ganz knapp nicht gewonnen, aber sie wurde auch vom Mexican Train Fieber angesteckt.

Und obwohl ich so oft es ging, zu den Dominoabenden zu gehen, gewonnen habe ich nie. Ich hab dann schon scherzhaft gesagt: ‚Ja, is mir eh egal, es geht doch nur drum, Spaß zu haben!‘

Und dann war heute wieder Dominoabend und ich hab von 12 Runden, 8 Runden gewonnen und in den Runden, wo wer anderer gewonnen hat, eine sehr geringe Punkteanzahlt gehabt. Dann wurde mit den anderen Tischen verglichen, während ich schon aufgeräumt habe (hatte die ganze Zeit nur 37 Punkte, bis ich dann einmal 67 Punkte hatte, und da war für mich klar, ich hab verloren)… Und dann hieß es: wir vergleichen die Punkte von Runde 6 (weil das in der Mitte ist, und nicht jeder 12 Runden gespielt hat)…

UND ICH HABE GEWONNEN!!!!! Mit 37!!! Punkten!!!!

Leute, ihr könnt euch meinen Freudentanz vorstellen!

ICH LIEBE ES, ZU GEWINNEN!!!!!!!!!!

 

Hahaha, jetzt steht mein Name auch auf der Wand und alle werden sich an mich erinnern können:-D

 

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Haardesaster, das Ende

(hoffentlich)

Nachdem mir die Heldenfrisörin die Haare gerettet hat, ich aber nach wie vor einen siemlichen Grünstich hatte (um das rot endlich los zu werden und ich war darauf vorbereitet), habe ich meine Haare einfach ein paar mal mit Zitronenkamillehonigmischungswasser durchgespült und auch eine Aspirinspülung gemacht. (einfach eine Aspirinbrausetablette im Wasser auflösen, übers Haar gießen, etwas einwirken lassen, auswaschen- wirkt Wunder! Nach einer Anwendung war das Grün schon deutlich weniger!)

Die ganzen Kamillenteeapsirinspülungen hatten aber zur Folge, dass die aufblondierten Spitzen nun weißblond sind, und obwohl ich immer schon weizenblondes Haar haben wollte, sah es … uhm… ja… gacki, aus. Also wieder den geliebten Bloggerdutt. (man, ich will meine Haare wieder offen tragen!!) Völlig verzweifelt hab ich meine Frisörin dann angerufen und sie voll geheult und noch einen Notfalltermin bekommen, wo noch mal grün aufgetragen wird, um das lästige Rot endgültig los zu werden und um das Blond mit einer Brauntönung dem restlichen Braun anzugleichen. Nie wieder Sombre. Ehrlich!

Zwischenzeitllich musste ich noch gefühlte tausend mal bei dem andren Frisör anrufen und die Telefonistinnensusi zusammenstampern, wo denn jetzt endlich mein Geld bleibt, gibt es dass, dass ich so lang drauf warten muss?

Viel Ärger um nichts, im Endeffekt schaut mein Haar wieder so aus wie am Anfang, nur deutlich weniger rot. Uff.

Oder ‚Uffdah‘ wie der Minnesotan sagen würde. Da waren wir nämlich über das 4th of July weekend, in einem kleinen Häuschen, direkt am See, etwa 90 min westlich von Minneapolis (denk ich halt, dass es westlich war, hab auf der Hinfahrt geschlafen haha) Die Anreise war… hmm… zu spät losgefahren, Flug 20 Minuten Verspätung, Anschlussflug beinah verpasst, dann Auto mieten, mitten in der Nacht hungrig einkaufen gehen, ewig fahren und dann von Millionen Gelsen begrüßt werden. Aber nachdem wir ausgeschlafen haben, konnten wir so richtig entspannen und Tante, Onkel und Cousinen, sowie deren Kinder besuchen, Kayaken, Paddeln, schwimmen, Trampolin hüpfen, Kartenspiele spielen, und natürlich essen, essen, essen… herrlich war es! Am 4. sind wir dann in den Ort gefahren, um die Parade anzuschauen, anschließend gab es dann ein Lagerfeuer mit jede Menge Pie und S’mores. Abends sind wir dann an den Rummelplatz gefahren und haben das Feuerwerk angeschaut. So stell ich mir Urlaub vor! (hab ich schon mal erwähnt, dass ich schon immer in einen kleinen Ort am See Urlaub machen wollte über 4th of July?)

Die Heimreise war weniger schön- 4 Stunden Aufenthalt in Philadelphia, und dann hatte der Flug 2 Stunden Verspätung, wir konnten aber zum Glück umbuchen und haben die letzten Plätze bekommen- zum Glück, da wir später herausgefunden haben, dass unser Flug gecancelt wurde.

Jetzt ist wieder Alltagswahnsinn angesagt, inklusive Koffer packen und ins Gästezimmer umziehen.  Aber erst mal Eiskaffee! Wir haben hier nämlich auch Hitzewelle. Nur hält unsere schon seit Mai an;-)

 

 

(Fotos habe ich leider keine, da mein Handy die ganze Zeit ausgeschaltet war, ich war zu sehr damit beschäftigt,mdas Leben zu genießen^^)