YESSSSSSSSSSS

Ich liebe es, zu gewinnen. Egal ob Monopoly, Tabu, Uno, Verstecken… ich liiiebe es (und am schlimmsten finde ich es, wenn ich so tun muss, als ob ich verliere, damit das Kind gewinnt und sich freut- ICH will gewinnen!!!) Über meinen Freudestummelrauschtanz, als ich den Baseball-Ball gefangen habe, habe ich ja berichtet.

Vor einem Jahr hat mich meine Freundin zum Dominospielen in die Kirche eingeladen, wo sich die Senioren regelmäßig treffen, um bei Kaffee, Kuchen, Pizza und was noch so am Snacktisch steht, Mexican Train zu spielen, zu plaudern, zu lachen,… einfach eine gute Zeit haben! Dort ist es ‚Brauch‘ den Namen des Gewinners auf ein Plakat an der Wand zu schreiben (Wall of fame, und so;-)) Damals meinte ich scherzhaft: „Leute, ich geh nicht eher heim, bevor mein Name auf der Wand steht!’…

Am nächsten Tag habe ich mir gleich selber ein Set gekauft und begonnen, mit meiner Gastmama und Freunden zu spielen.

Viele Dominoabende sind ins Lande gezogen, gewonnen habe ich nie. Als meine Eltern da waren, hat meine Mama ganz knapp nicht gewonnen, aber sie wurde auch vom Mexican Train Fieber angesteckt.

Und obwohl ich so oft es ging, zu den Dominoabenden zu gehen, gewonnen habe ich nie. Ich hab dann schon scherzhaft gesagt: ‚Ja, is mir eh egal, es geht doch nur drum, Spaß zu haben!‘

Und dann war heute wieder Dominoabend und ich hab von 12 Runden, 8 Runden gewonnen und in den Runden, wo wer anderer gewonnen hat, eine sehr geringe Punkteanzahlt gehabt. Dann wurde mit den anderen Tischen verglichen, während ich schon aufgeräumt habe (hatte die ganze Zeit nur 37 Punkte, bis ich dann einmal 67 Punkte hatte, und da war für mich klar, ich hab verloren)… Und dann hieß es: wir vergleichen die Punkte von Runde 6 (weil das in der Mitte ist, und nicht jeder 12 Runden gespielt hat)…

UND ICH HABE GEWONNEN!!!!! Mit 37!!! Punkten!!!!

Leute, ihr könnt euch meinen Freudentanz vorstellen!

ICH LIEBE ES, ZU GEWINNEN!!!!!!!!!!

 

Hahaha, jetzt steht mein Name auch auf der Wand und alle werden sich an mich erinnern können:-D

 

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Haardesaster, das Ende

(hoffentlich)

Nachdem mir die Heldenfrisörin die Haare gerettet hat, ich aber nach wie vor einen siemlichen Grünstich hatte (um das rot endlich los zu werden und ich war darauf vorbereitet), habe ich meine Haare einfach ein paar mal mit Zitronenkamillehonigmischungswasser durchgespült und auch eine Aspirinspülung gemacht. (einfach eine Aspirinbrausetablette im Wasser auflösen, übers Haar gießen, etwas einwirken lassen, auswaschen- wirkt Wunder! Nach einer Anwendung war das Grün schon deutlich weniger!)

Die ganzen Kamillenteeapsirinspülungen hatten aber zur Folge, dass die aufblondierten Spitzen nun weißblond sind, und obwohl ich immer schon weizenblondes Haar haben wollte, sah es … uhm… ja… gacki, aus. Also wieder den geliebten Bloggerdutt. (man, ich will meine Haare wieder offen tragen!!) Völlig verzweifelt hab ich meine Frisörin dann angerufen und sie voll geheult und noch einen Notfalltermin bekommen, wo noch mal grün aufgetragen wird, um das lästige Rot endgültig los zu werden und um das Blond mit einer Brauntönung dem restlichen Braun anzugleichen. Nie wieder Sombre. Ehrlich!

Zwischenzeitllich musste ich noch gefühlte tausend mal bei dem andren Frisör anrufen und die Telefonistinnensusi zusammenstampern, wo denn jetzt endlich mein Geld bleibt, gibt es dass, dass ich so lang drauf warten muss?

Viel Ärger um nichts, im Endeffekt schaut mein Haar wieder so aus wie am Anfang, nur deutlich weniger rot. Uff.

Oder ‚Uffdah‘ wie der Minnesotan sagen würde. Da waren wir nämlich über das 4th of July weekend, in einem kleinen Häuschen, direkt am See, etwa 90 min westlich von Minneapolis (denk ich halt, dass es westlich war, hab auf der Hinfahrt geschlafen haha) Die Anreise war… hmm… zu spät losgefahren, Flug 20 Minuten Verspätung, Anschlussflug beinah verpasst, dann Auto mieten, mitten in der Nacht hungrig einkaufen gehen, ewig fahren und dann von Millionen Gelsen begrüßt werden. Aber nachdem wir ausgeschlafen haben, konnten wir so richtig entspannen und Tante, Onkel und Cousinen, sowie deren Kinder besuchen, Kayaken, Paddeln, schwimmen, Trampolin hüpfen, Kartenspiele spielen, und natürlich essen, essen, essen… herrlich war es! Am 4. sind wir dann in den Ort gefahren, um die Parade anzuschauen, anschließend gab es dann ein Lagerfeuer mit jede Menge Pie und S’mores. Abends sind wir dann an den Rummelplatz gefahren und haben das Feuerwerk angeschaut. So stell ich mir Urlaub vor! (hab ich schon mal erwähnt, dass ich schon immer in einen kleinen Ort am See Urlaub machen wollte über 4th of July?)

Die Heimreise war weniger schön- 4 Stunden Aufenthalt in Philadelphia, und dann hatte der Flug 2 Stunden Verspätung, wir konnten aber zum Glück umbuchen und haben die letzten Plätze bekommen- zum Glück, da wir später herausgefunden haben, dass unser Flug gecancelt wurde.

Jetzt ist wieder Alltagswahnsinn angesagt, inklusive Koffer packen und ins Gästezimmer umziehen.  Aber erst mal Eiskaffee! Wir haben hier nämlich auch Hitzewelle. Nur hält unsere schon seit Mai an;-)

 

 

(Fotos habe ich leider keine, da mein Handy die ganze Zeit ausgeschaltet war, ich war zu sehr damit beschäftigt,mdas Leben zu genießen^^)

 

Haardesaster, die Zweite.

Nachdem ich Mittwoch, Donnerstag und Freitag heulend verbracht habe (jaja, ich habe einen Hang zum dramatisieren, da spricht die Dramaqueen in mir…) und meine Haare unter einer Kappe versteckt habe, war ich nach dem Gespräch bei der Frisörin viiiel zuversichtlicher. Samstag habe ich dann die Haare einfach zusammen geflochten und hochgesteckt und so den ‚Butter fällt in Gatschlacke‘-Blondteil versteckt und habs mir gut gehen lassen. Meine Freundin und ich sind ins Nagelstudio und haben einen Pediküre-Maniküre-Braueninformwachsen-Nachmittag verbracht. Sonntag wieder Haare hochflechten und dann ging es eh schon zum ‚How to fix a desaster in 3 hours without cutting it off‘ Termin.

Und ich war so ausgeglichen. Schon lustig, wie viel ein gutes Gespräch ausmachen kann. Als ich am Freitag zum Beratungsgespräch ging, war ich den Tränen nahe und überzeugt, meine Haare müssen ab. Aber die Frisörin war so lieb und geduldig und hat so eine Kompetenz ausgestrahlt…

Sonntags bin ich also hin und hab mich fallen lassen und war so zuversichtlich, dass sie weiß was sie tut. Sie hat mich auch über jeden einzelnen Schritt informiert, jedes Zwischenergebnis hergezeigt, wir haben jeden weiteren Schritt gemeinsam besprochen. Und so sind 3,5 Stunden wie im Flug vergangen.

Zwischendurch sah ich aus, als würde ich versuchen, mit außerirdischen Kontakt aufzunehmen, ich schwöre es, ich hab ET schon reden hören… total spacy mit 1 t Alufolie am Kopf, Folienschädel haha.

Das Ergebnis ist zwar nicht zu 107% so wie ich wollte, aber ein paar mal waschen, ein paar Tage Sonne und es wird schon. Und wenn man bedenkt, was die Ausgangsbasis war, kann man schon sagen: wow. Ganz ehrlich, ich dachte echt, mir muss eine Kurzhaarfrisur geschnitten werden. Klar, etwas grünstichig ist es noch (sie musste mega viel Grünton verwenden, um gegen das Rot anzukämpfen), aber nach 2, 3 Haarwäschen ist das auch draußen.

Und ich kann sagen: ich glaub ich hab eine neue Frisörin gefunden.

Warum nicht gleich so:-)

meine Erkenntnisse:

  • lieber gleich zu einem Profi gehen, vielleicht etwas mehr zahlen (in meinen Fall hab ich jetzt nur 20$ mehr gezahlt als beim anderen Frisör), und dafür jede Menge Ärger sparen
  • aufs Bauchgefühl hören (ich hatte so ein ungutes Gefühl bei der ersten Frisörin, aber hab es ignoriert)
  • Zeit lassen beim Beratungsgespräch, Fragen stellen, offen sein für Vorschläge

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imageauf dem Foto sieht es nicht ganz so krass aus, wie in echt: dunkelbraun mit rot und dann ein 15 cm gelber Balken, mit schmutzig weißen Spitzen

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ET zuu Haaaussee telefonieren

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schon viel besser! (in echt schauts nochmal anders aus, wegen Licht und so…)

Morgen muss ich nur nich mit dem Oberboss telefonieren, und dann sollte ich mein Geld zurück bekommen;-)

Memorial Weekend

Da am Montag Memorial Day war, hatte ich ein verlängertes Wochenende, welches ich in vollen Zügen genossen habe. Freitag begann mit Beeren Pflücken, abends waren eine Freundin und ich Domino Spielen in meiner Kirche (etwas, dass ich alle 2 Wochen mache… und es ist jedes Mal zum Schreien komisch, wir lachen, essen, blödeln… es macht so viel Spaß!) und anschließend noch etwas Trinkenk. Wir saßen lange an der Bar mit unserem Glas Wein, haben über Gott und die Welt geredet, philosophiert, gelacht… Manche Menschen trifft man, und es ist, als ob man sich schon ewig kennen würde. Ich hab sie zwar schon ein paar Mal getroffen, aber wirklich geredet haben wir nie, und dann kam der Florida Trip, wo wir uns ein Zimmer, und weil zu wenig Betten da waren, auch ein Bett geteilt haben. Und da lagen wir, mitten in der Nacht, mehr oder wenig fremd für einander… und dann kam eine Anektode über eine gemeinsame Bekannte und das Eis war gebrochen. So saßen wir auch freitags Abend bei Wein und haben geredet, als würden wir uns schon ewig kennen. Am Heimweg haben wir dann noch einen hübschen Beistelltisch in einer Seitengasse gefunden, den wir mitgenommen haben, das wird mein nächstes Projekt. (Nachts um halb 1 mit einem Holztisch durch die Stadt zu laufen ist ja auch ganz normal haha).

Samstag bin ich an den Pool und hab mich dort an die Liege geklebt und bin nicht mehr aufgestanden. Außer um kurz in den Pool, aufs Klo, neue Sonnencreme aufzutragen oder um zur Bar zu rollen um Nachschub zu holen. (und weil ich so Sonnencremephobistisch bin, hab ich mich im 10 Minuten Takt eingeschmiert, bis jeder voll genervt war… als ich als einzige keinen Sonnenbrand hatte, haben sie nicht mehr gelacht)

Montag war ich dann mit der Bambusschwester kayaken. Wir sind morgens los und sind 3 Stunden gekayakt, es war warm und sonnig, wir hatten Bier und es war richtig schön. Am nächsten Tag hab ich mich nicht mehr rühren können. Nachher waren wir noch spazieren und Blumen pflücken, haben gegrillt… so stell ich mir Feiertage vor!

Zwischendurch kam ich mir wie im Schwedenurlaub vor, Weizenfelder, Wald und Wiese, Blumen pflücken… so schön… Ich habe die Kamera beim Spazieren vergessen, ich hätt so gern Fotos gemacht von den Weizenfeldern, mit blauen Kornblumen dazwischen, dem goldenen Sonnenuntergang, den rießen Margaritenfeldern… ich habe dafür umso mehr mentale Fotos gemacht und sie als Erinnerung gespeichert! Außerdem waren wir eh zu beschäftigt mit plaudern, lachen, genießen, Blumen pflücken…;-) Ich konnte richtig Energie tanken für den Bambuswahnsinn der mir jetzt noch bevor steht!

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schauen diese Blumen nicht freundlich und fröhlich aus?

image image imageseit einer Woche wasche ich mir die Haare mit Kamillezitronenhonigaufguss, um sie natürlich aufzuhellen… und ich muss sagen, sie werden heller und schauen viel gesünder und sommerlicher aus. Ich will nämlich endlich weg vom Färben und wieder meine natürliche Haarfarbe haben:-)

 

 

Coffee Date Time

Manchmal habe ich das Gefühl, die Große kommt zu kurz. (Also eigentlich weiß ich, dass sie zu kurz kommt). Dienstag Vormittag gehen die Mittlere, der Kleine und ich immer ins Café. Während der Kleine schläft, spiele ich nur mit der Mittleren, Montag, Mittwoch und Freitag sind der Kleine und ich allein unterwegs… und die Große? Wird abgeholt und das wars. Schon öfters meinte sie, sie würde so gern mit ins Café kommen, aber: ‚Du bist da in der Schule‘. Am Freitag waren die Großeltern da und ich habe beschlossen, die Große auf ein Coffee Date einzuladen. (als ich es ihr gesagt habe, ist sie vor Freude auf und abgesprungen und ich hab beinahe zum Heulen begonnen, weil mir in solchen Momenten bewusst wird, wie sehr ich sie liebe und wie wenig ich es ihr zeige… zieh die Schuluniform an, mach dein Bett, mach deine Hausübung, zieh dich um, bring das Buch weg, lass den Bruder in Ruhe, hör auf zu Zappeln…) Sie hat sich sofort umgezogen (sie hat sich richtig fein gemacht, ihr schönstes Leiberl und die Hose, von der sie weiß, dass ich die so mag, Haarreifen…) und wir sind los. Wir sind in das Café, in das ich Dienstags immer gehe, weil dort gibt es den besten Dirty Chai und die besten Chocolate Chip Scones und es ist überhaupt das gemütlichste und urigste Café in ganz Richmond. Wir hatten Glück, es gab genau noch ein Scone und einen Zimtknoten (jetzt, wo ich den probiert habe, weiß ich nicht so genau, ob die Scones immer noch mein Lieblingsgebäck sind! Sooooo gut!!!) Dazu gab es Dirty Chai für mich und heiße Schokolade mit gaaaanz viel Schaum für sie. Wir sind am Fenster gesessen, haben Passanten beobachtet, Domino gespielt, sie hat mir von der Schule erzählt, wir haben die Zeitung gelesen, Muttertagsgeschenksideen gesammelt, unsere Jause geteilt, Scones in den Milchschaum gestippt (getunkt?), Teller abgeschleckt und den Restschaum aus den Häferl mit dem Finger rausgeschleckt. Nachher hat sie mich umarmt und gesagt: ‚I wish, we could do this more often. You are better than butterflies. And you know, there are not a lot things that are better than butterflies.  But you are‘. Eine ganz besondere Liebeserklärung! Und ich habe gemerkt, wie gut der Großen die ungeteilte Aufmerksamkeit tut.

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(erst wollte ich mehr Fotos machen, habe das Handy dann aber weeggepackt. Es sollte ja ein Foffeedate sein. Und nicht eine Blogreportage. Die Zeit und Aufmerksamkeit galt nur ihr)